Die Liebe zu Kindern und ihre Betroffenheit darüber, dass in einem der reichsten Länder der Welt jährlich mehrere tausend Kinder - teils aus wirtschaftlicher Not heraus - nicht das Licht der Welt erblicken dürfen, hat Veronique Hartwein veranlasst aktiv zu werden.

Sie stellte ihre Beruf als Informatik-Ingenieurin zurück und begann ihre Arbeit, in Bedrängnis geratenen, schwangeren Frauen als Freundin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen - nach dem Vorbild der Schweizer Organisation “SOS werdende Mütter”. Ihre Hilfe wurde überraschend gut angenommen. Neun Jahre lang investierte sie mit Hilfe ihrer Familie und einiger gleichgesinnten Frauen viel Liebe, Zeit und Geld.

Schon bald hatte Veronique Hartwein die Idee, einen Verein zu gründen. Im Juni 1999 rief sie mit einigen Mitstreiterinnen diesen ins Leben, zu dessen Vorsitzenden sie dann berufen wurde. Vom gleichnamigen Verein in der Schweiz wird unser Verein dort als deutsche Sektion geführt.

Wir, die Mitarbeiterinnen des Vereins, arbeiten ehrenamtlich und auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes. Nach wie vor möchten wir Hilfe suchenden Frauen - durch eine Schwangerschaft in Bedrängnis und Not geraten - unbürokratisch als Freundin mit Rat und Tat zur Seite stehen und somit das leisten, was keiner Behörde oder Institution möglich ist. Zentrales Anliegen ist es, alles in unseren Kräften stehende zu tun, damit es dem werdenden Leben und dem geborenen Kind möglich ist, in ein Umfeld hinein zu wachsen, in dem es angenommen und geliebt werden kann.

Soweit die Kapazität ausreicht bieten wir diese Hilfe auch Familien mit Kindern an, die sich in einer akuten Notlage befinden und anderweitig keine Hilfe erhalten. Das Hilfsangebot umfasst: Gespräche zu jeder Zeit, Unterstützung beim Suchen nach Problemlösungen, Begleitung zu Beratungsstellen, Ärzten, Behörden, usw. Unter unseren Mitarbeiterinnen gibt es eine Psychotherapeutin, die ihre Hilfe gegebenenfalls kostenlos anbietet. Ebenso ist die Beratung in Rechtsfragen, welche Ehe und Familie betreffen, durch eine Rechtsanwältin möglich. Jeder Frau steht das Angebot des Vereins offen, ungeachtet ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Vertraulichkeit ist selbstverständlich zugesichert.